300 km in 3 Tagen !!!

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Wir hatten Glück und es gab einen Tandemverleiher, der nicht schlecht staunte, als er den verdrehten Umwerfer vorfand. Florian und Didier werkelten und schraubten eine gefühlte Ewigkeit – sagen wir 3-4 Stunden, noch ein neuer Kranz hinten drauf und weiter durfte es gehen! Von Dienstag 8:30 bis gestern Abend 20h fuhren wir mit allem Willen die gut ausgebauten Radwege bzw. an den sich am Horizont abzeichnenden Bergen vorbei. Hier der Kanal, dann der Doubs weiterhin, dort schon die Saone … sogar den Zusammenfluss der beiden Ströme haben wir gesehen🙂 Dörfer deren Namen ich mir nicht merken konnte,  Touristeninformationen mit einer Mittagspause von 12 bis 14h; verlassene Gutshöfe, kräftige Alleen, aus Sandstein gebaute Kleinstädte, gute Luft zum Atmen.  Die Bourgogne weiter südlich erstaunlich stattlich durch bewachsene Endmoränen, Weinanbau und Burgen, mittendrin Taizé – ein Traum zum verweilen🙂 Manchmal jedoch verlor sich die Strecke an einer etwas befahrenen Straße, dann gab es besonders oval gebogene Brücken, die uns über die Flüsse geleiteten oder aber Überraschungen:

Die, die den blog schon ein bisschen verfolgen wissen, dass ich in der ersten Zeit eine Sehnsucht nach Exotik in Form von anderem Kontinent verspürte. Ich muss euch sagen, dass mir mit Trekking-Reifen das Interesse an Schlaglöchern, kaputten Ziegeln als Stopfmaterial sowie regenaufgeweichtem Untergrund vergangen ist😉 …. nur 20 Meter haben gereicht um die Reifen so dick mit Schmodder und Steinchen zu verkrusten, dass Florian beide Schutzbleche abmontieren und von innen reinigen musste ! Und überhaupt ist es ein Segen, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich mit Fahrradtechnik auskennen und nicht nur wie ich fasziniert davor stehen und entzückt sind, dass und wie die Technik funktioniert, sondern sogar wissen warum und Fehler und Unfälle beheben können🙂

100 km am Tag geht nicht nur in die Beine, Knie und Sehnen, sondern kann auch noch so manch einen September Sonnenstrahl intensiv rot auf der Haut hinterlassen! Beim beständigen “geradeaus fahren” ist viel Zeit zum Nachdenken und Loslassen von ausreichend gewälzten Gedanken!

Wenn rechts von mir das Wasser von der Sonne gekitzelt glitzert, der Anhänger über Steinchen tänzelt und Florian einem Podcast lauscht, schaue ich mich um: was ist beständig? was ist das, was mich berührt? Natürlich sind es freundliche und offene Menschen, ihre spannende häusliche architektonische Fertigkeit;  aber was ist das, was mir beim Vorbeifahren noch von ihnen, bzw. anderen geschenkt wurde? Es sind ihre schönen Gärten! Es sind die starken und Schatten spendenden Bäume! Hier im jetzt wird mir spürbar bewusst, wie sehr mich der Eindruck von den derzeit gelb-lila-rot blühenden Blumen und Pflanzen verzaubert und berührt. Neben der ganz wichtigen Arbeit mit den Menschen steht doch auch jene: wo erfrischen sie sich mit neuer Energie? …. ihr müsst es nicht gleich machen wie die Baumfrau von Touché … aber ich verstehe sie besser denn je🙂

zu Gast in Lyon sind wir gerade bei einer ehemaligen Mitbewohnerin von mir: verrückte Studie-Kreuzberg Zeiten mit Jeanne !! und wieder ein paar neue Eindrücke in der Gallerie🙂

2 responses »

    • ja liebe Steffi! Florian versorgt uns ja regelmäßig mit Fallobst und das schon seit vielen vielen Wochen – und in der Tat die Feigen sind reif, von innen flauschig süß – einfach köstlich!! viele Grüße nach Hannover🙂

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